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KI verstehen

Was ist Claude? Die KI von Anthropic verständlich erklärt

Von Jonas Kessler · Lesezeit ca. 7 Minuten

Wer „KI" hört, denkt meist an ChatGPT. Dabei gibt es einen ebenbürtigen, in mancher Hinsicht eigenwilligeren Mitspieler: Claude, entwickelt vom US-Unternehmen Anthropic. Wenn du wissen willst, was Claude ist, was es besonders macht und wofür es sich lohnt, bekommst du hier den klaren Überblick – ohne Fachchinesisch.

Wer steckt hinter Claude?

Claude stammt von Anthropic, einem 2021 von ehemaligen OpenAI-Leuten gegründeten Unternehmen, das sich KI-Sicherheit auf die Fahne geschrieben hat. Dieser Fokus ist kein Marketing-Beiwerk, sondern prägt das Produkt: Claude wird mit einer Methode namens „Constitutional AI" trainiert – vereinfacht ein Satz Grundprinzipien, an denen sich die KI orientiert, um hilfreich, ehrlich und harmlos zu antworten. In der Praxis merkt man das an einem ruhigeren, sorgfältigeren Ton und daran, dass Claude bei heiklen Anfragen eher abwägt, statt blind draufloszuschreiben.

Was ist Claude – technisch gesehen?

Claude ist ein großes Sprachmodell (engl. Large Language Model): ein KI-System, das aus riesigen Textmengen gelernt hat, Sprache zu verstehen und zu erzeugen. Du gibst eine Anweisung ein, Claude antwortet – als Text, auf Wunsch strukturiert, in vielen Sprachen, und es kann auch Bilder und Dokumente „lesen". Im Kern funktioniert es wie andere Chat-KIs; die Unterschiede liegen im Charakter und in einigen Stärken.

Die drei Größen: Haiku, Sonnet, Opus

Anthropic bietet Claude in drei Stufen an, benannt nach Gedichtformen:

Anthropic veröffentlicht regelmäßig neue Versionen, die jeweils klüger und verlässlicher werden. Für den Alltag musst du dir nur die drei Namen merken – die Logik bleibt gleich: schnell und günstig, ausgewogen, oder maximal leistungsfähig.

Worin Claude besonders stark ist

Eine nützliche Besonderheit der Weboberfläche sind „Artefakte": Schreibt Claude etwa Code oder eine kleine Website, erscheint das Ergebnis in einem eigenen Fenster mit Live-Vorschau – praktisch zum Ausprobieren.

Wie nutzt man Claude?

Am einfachsten über die Website claude.ai sowie die Apps für Handy und Desktop – Bedienung wie ein Chat. Es gibt einen kostenlosen Tarif zum Ausprobieren und kostenpflichtige Abos (etwa „Pro") mit höheren Nutzungsgrenzen und Zugriff auf die stärksten Modelle. Entwickler:innen binden Claude über eine Schnittstelle (API) in eigene Anwendungen ein. Die jeweils aktuellen Preise stehen auf der offiziellen Anthropic-Seite.

Ehrlich gesagt: die Grenzen

Auch Claude kann selbstbewusst danebenliegen – Zahlen, Zitate und Fakten gehören geprüft. Es ist nicht tagesaktuell, außer es sucht aktiv im Web. Und sensible Daten haben in öffentlichen KI-Tools nichts verloren. Diese Punkte gelten für jede KI; wer sie kennt, nutzt das Werkzeug souverän.

Das Werkzeug ist nur die halbe Miete

Ob Claude oder ChatGPT – entscheidend ist, wie du fragst. „Die 50 Prompts" gibt dir kopierfertige Vorlagen, die in jedem dieser Tools funktionieren.

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Fazit

Claude ist die KI von Anthropic – ein leistungsfähiger Chat-Assistent mit einem ruhigeren, sorgfältigeren Charakter und besonderen Stärken beim Schreiben, bei langen Dokumenten und beim Programmieren. Wer einen verlässlichen, gut formulierenden KI-Begleiter sucht, ist hier richtig. Welches Tool am Ende besser passt – Claude oder ChatGPT –, klärt der direkte Vergleich.